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VDIVH im Bündnis für Wohnen: Merkel warnt vor Vergessen der Bestandsimmobilien

Staatsminister Kaweh Mansoori und Staatssekretärin Prof. Dr. Lamia Messari-Becker machten bei der Sitzung am 30.04.2024 deutlich, dass der Fokus auf den Neubau von Wohnungen gesetzt werden soll. So wurde über das fehlende Bauland, den hemmenden Bürokratismus, aber auch den zu hohen Baupreis diskutiert.

VDIVH-Vorstandsvorsitzender Werner Merkel, der den VDIVH weiterhin im Bündnis für Wohnen vertreten wird, lenkte bei dem Zusammentreffen den Blickpunkt als einziger insbesondere auf den Bestandswohnungsbau. Er wies darauf hin, dass die WEGs auch in politischen Diskussionen oft unbeachtet bleiben und unter mangelhafter Betrachtung leiden. Weiterhin kritisierte er, dass wenn man nicht den Wohnungsbestand entsprechend unterstützt, der Mangel an Wohnungen noch größer wird, weil daraus resultierend am Ende Wohnungen auch durch mangelte Sanierung unbewohnbar werden. Die Schaffung von Wohnraum sei das Eine, aber die Pflege des Immobilienbestands das Andere. Bei den aktuellen Zahlen im Wohnungsbau könne man es sich nicht erlauben, den bestehenden Wohnraum in den nächsten Jahren nicht für die Zukunft auszurichten.

In seinem Statement wies Merkel darüber hinaus darauf hin, dass neben dem kontinuierlichen Instandhaltungsbedarf der Wohnungen und Gebäude den WEGs der Bund immer neue Anforderungen aufbürdet. Diese reichten von der energetischen Sanierung über den barrierefreien Umbau bis hin zur Elektromobilität und den neuen Aufgaben durch das Gebäudeenergiegesetz. Das alles sei für die Eigentümer nicht mehr leistbar.

Die Folge könne sozialer Unfrieden sein, der dadurch ausgerufen werde, dass wenn Eigentümer sich nicht an den beschlossenen Kosten beteiligen könnten oder wollten, eine Zwangsversteigerung die Folge sein könne.

Merkel machte deutlich, dass die Politik aufgerufen ist, sich Maßnahmen einfallen zu lassen, um bei der Finanzierung über die hessische WIBank die Eigentümer zu unterstützen, welche in Förderungen und Absicherungen in der Kreditaufnahme liegen, um die Zielerreichung der Klimaziele zu schaffen. Andernfalls könnte das Ziel allein an den WEGs verfehlt werden.

So appellierte Merkel leidenschaftlich, den Bestandwohnungsbau nicht aus den Augen zu verlieren und stärker zu stützen. Gerade beim sogenannten Heizungsgesetz habe man wieder einmal gesehen, wie wenig Augenmerk auf den WEGs lag. Insbesondere die zuständigen Verbände, hierunter auch der VDIV, mussten hier den Finger erheben.

Der Minister wie auch seine Staatssekretärin sicherten bei diesem Austausch zu, auch den WEGs zukünftig in politischen Diskurs und in Entscheidungen den entsprechenden Raum einzuräumen.

Bei einem persönlichen Nachgespräch mit den beiden Politikern konnte Merkel einen persönlichen Austausch im Wirtschaftsministerium vereinbaren; hier sollen die Belange des VDVH vertieft werden.

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