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Vertane Chance: Land Hessen sollte sich bei Förderung energetischer Gebäudesanierung stärker engagieren

Der Verband der Immobilienverwalter Hessen (VDIVH) sieht in der Wiederaufnahme der KfW-Förderung zur energetischen Gebäudesanierung grundsätzlich einen Schritt in die richtige Richtung. Trotzdem bleibe nach dem abrupten Förderstopp ein fader Beigeschmack, so VDIVH-Geschäftsführerin Katja Niebling. „Das Vertrauen zahlreicher Eigentümer und Verwalter in die Politik als verlässlichen Akteur ist erschüttert“, so Niebling. Umso bedauerlicher sei es vor diesem Hintergrund, dass sich das Land Hessen nicht stärker für die Förderung energetischer Gebäudesanierung einsetze.

„Dass jetzt das Geld aus Berlin wieder fließt – wohlgemerkt zunächst nur für das laufende Jahr 2022 – ist für aktuelle Projekte gut. Was die Wohnungseigentümergemeinschaften aber vor allem brauchen, ist die Sicherheit, dass es für die so wichtigen Sanierungen des Gebäudebestandes auch weiterhin stabile und verlässliche Förderkonditionen gibt“, so Niebling. Diese erstreckten sich oft über mehrere Jahre und erforderten gute Planung und beständige Rahmenbedingungen. In seinem jüngsten Statement habe der hessische Wirtschaftsminister selbst die Bedeutung einer geeigneten Förderkulisse für die Gebäudeeigentümer als wichtigen Anreiz im Sinne der Klimaneutralität bezeichnet. Ebenso wichtig wie eine Förderung durch den Bund seien für die hessischen Eigentümer aber auch Impulse von Seiten der Landesregierung. Das gerade erst gestoppte 50/50-Programm des Landes sei da das denkbar schlechteste Signal, so Niebling. „Wir fordern ein stärkeres Engagement und neue Förderprogramme auch durch das Land Hessen. Nur im Zusammenwirken von Bund und Land erhalten Eigentümer die nötige finanzielle Unterstützung, um die Sanierung ihrer Immobilien stemmen zu können.“

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