Weiterbildungslehrgang: Staatlich geprüfte/r Gebäudemanager/in

Weiterbildungslehrgang: Staatlich geprüfte/r Gebäudemanager/in

Schwerpunkt Hausverwaltung von Wohnungseigentum

Zum zweiten Mal beginnt am 2. September 2016 die Philipp-Holzmann-Schule in ihrer Einjährigen Fachschule für Gebäudemanagement einen Lehrgang zur Immobilienverwaltung von Wohnungseigentum. Rechtsgrundlage ist die Verordnung über die Ausbildung und Prüfung an Ein- und Zweijährigen Fachschulen vom 05.07.2011 und der gültige Rahmenlehrplan über die Einjährige Fachschule in der Fachrichtung Gebäudemanagement.

Beginn:
2. September 2016

Informationsveranstaltung:
13. Juli 2016 um 17:30 Uhr
Philipp-Holzmann-Schule (PHS) - Raum 217

Ort:
Philipp-Holzmann-Schule (PHS)
Siolistr. 41
60323 Frankfurt am Main

Abteilungsleiter: Gerd Kremer-Skupien StD
Fachbereichsleiter: André Frese OStR

1.    Philipp-Holzmann-Schule

Seit mehr als 100 Jahren ist die Philipp-Holzmann-Schule mit zeitweise über  5.000 Schüler/innen und Studierenden die größte berufliche Schule für das Bauwesen in Hessen. Man findet hier fast alle Schulformen der beruflichen Aus- und Weiterbildung unter einem Dach. Fast alle Ausbildungsberufe im Zusammenhang mit der Errichtung und Unterhaltung von Immobilien werden an dieser  Schule unterrichtet, wie z. B. Maurer, Betonbauer, Fliesenleger, Zimmerer, Dachdecker, Rohrleitungsbauer, Garten- und Landschaftsbauer, Gärtner, Tischler, Anlagenmechaniker, Maler, Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice usw.

Im Weiterbildungsbereich gibt es die Zweijährigen Fachschulen in den Fachrichtungen Bautechnik (Hochbau, Betonbau, Tiefbau sowie Garten- und Landschaftsbau) und Holztechnik und darüber hinaus die Einjährige Fachschule für Gebäudemanagement.

2.    Einjährige Fachschule für Gebäudemanagement

Seit 2003 gibt es für die Gebäudeunterhaltung die Einjährige Fachschule für Gebäudemanagement mit verschiedenen Schwerpunktbereichen wie Schulhausverwaltung, Property Management, Gebäudedienstleistung (Objektleitung für Gebäudereinigung und Anlagenmechanik) sowie künftig auch Immobilienmanagement für Wohnungseigentum. Die Einjährige Fachschule ist die erste staatliche Fachschule auf dem Sektor der Gebäudeunterhaltung in der Bundesrepublik Deutschland und deren Weiterbildungslehrgang wird in Teilzeitform über einen Zeitraum von ca. 22 Monaten angeboten.

3.    Immobilienverwaltung von Wohnungseigentum

3.1 Berufsbild

Die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten für Hausverwalter von Wohnungseigentum sind weitgehend im WEG im Wohnungseigentumsgesetz geregelt, weitere Aufgaben ergeben sich u. a. aus dem Verwaltervertrag.

Kaufmännische Aufgaben

  • Monatliche Sollstellung der Wohngeldbeträge
  • Wirtschaftspläne und Abrechnungen erstellen
  • Rechnungskontrolle
  • Heizkostenabrechnungen veranlassen oder erstellen
  • Geldverkehr verwalten und disponieren
  • Lastschriftabbuchungen bearbeiten
  • Mahnverfahren abwickeln
  • Sonderumlagen errechnen und anfordern
  • Personalangelegenheiten der Angestellten der WEG regeln (z. B. Hausmeister/ -betreuer, Müllbeauftragte, Verwaltungsbeiräte)
  • Verbrauchswerte erfassen

Technische Aufgaben

  • Objekte begehen
  • Handwerkerangebote ausschreiben und veranlassen
  • Preisvergleiche erstellen
  • Termine überwachen
  • Hausmeister und Hausmeisterdienste einweisen
  • öffentliche Genehmigungen einholen
  • Wartungsverträge verhandeln und abschließen
  • Schlüssel bestellen
  • Schadensmeldung gegenüber Versicherung und Verursacher erstatten
  • Schadensbeseitigung durch Handwerker veranlassen
  • Versicherungsabrechnung durchführen
  • Instandsetzungsarbeiten planen und vergeben und abrechnen
  • Beauftragen von Sachverständigen
  • Informieren über und Berücksichtigen von gesetzlichen Vorschriften vom BGB bis zur StVZO
  • technische Verordnungen beachten (Rolltore, Doppelparker, Heizanlagen, Fahrstuhleinrichtungen, Hebe- und Lüftungsanlagen etc.)

 Allgemeine Verwalterleistungen

  • Korrespondenz mit Eigentümern
  • Verhandlung mit Behörden
  • Beschwerden bearbeiten
  • Maßnahmen zur Fristenwahrung
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Rechtsnachteilen
  • Terminabstimmung, Organisation der Eigentümerversammlung
  • Tagesordnung entwerfen für die Eigentümerversammlung
  • Sitzungsprotokoll erstellen und an Eigentümer versenden
  • bei Gerichtsterminen dabei sein
  • Genehmigungen erteilen
  • gesetzliche Bestimmungen kennen und einhalten